SPD Emsbüren

image1 image2 image3 image4

Eva Högl zu Gast in Emsbüren

„Wohnen in der Nachbarschaft“: ein Zukunftsthema für Emsbüren

 

von links: Anne Gansfort, Friedhelm Wolski-Prenger, Eva Högl, Hugo Kirchhelle, Angelika Krone und Bernhard Overberg

Hugo Kirchhelle, Vorsitzender des SPD- Ortsvereins Emsbüren, begrüßte die SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Eva Högl im FOKUS. Eva Högl sprach zum Thema „Wohnen in der Nachbarschaft“. Bürgermeister Bernhard Overberg war der Einladung zu einem Grußwort nachgekommen. Zahlreiche Zuhörer, darunter der Ortsbürgermeister des Emsbürener Ortsteils Leschede, Heinz Sager (CDU), wollten das Thema mit der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD-Bundestagsfraktion diskutieren.

 

Bernd Overberg begrüßte die Abgeordnete in Emsbüren in seinem Grußwort. Er verwies darauf, dass angesichts der Altersentwicklung bereits Überlegungen zu einer aktiven Gestaltung der Wohngebiete angestellt würden, zum Beispiel für das Wohngebiet "Am Napoleondamm". Bernd Overberg zitierte aus den Ergebnissen einer vom Caritas-Verband durchgeführten Sozial- und Lebensraumanalyse für die Gemeinde Emsbüren, die unter anderem ein intensiveres Miteinander der Generationen als zentrale Anforderung empfohlen hat.

Eva Högl, im Ammerland aufgewachsen und jetzt Abgeordnete für Berlin-Mitte, ging in ihrem Impulsreferat auf die deutlichen Unterschiede zwischen dem ländlichen Raum und einer Großstadt ein. Die Voraussetzungen für Nachbarschaftshilfe seien in Gemeinden wie Emsbüren ungleich besser als in Berlin, im ländlichen Raum seien die Nachbarschaften oft noch weitgehend intakt. Dennoch bestünden auch hier Probleme. Zu deren Bewältigung sei viel ehrenamtliches Engagement erforderlich, das allerdings ohne professionelle Unterstützung durch die Gemeindeverwaltung sicher nicht ausreichen wird.

Hugo Kirchhelle verwies darauf, dass einige Wohngebiete in Emsbüren schon im "Rentenalter“ seien, sie seien vor über 60 Jahren entstanden. Viele Häuser stünden hier auf großen Grundstücken, die früher wegen der Selbstversorgung üblich waren. Häufig wohnten in solchen Häusern alleinstehende Menschen, die mit den Arbeiten im Haus und im Garten überfordert seien und die sich Hilfe wünschen. Manche Menschen seien auch in ihrer Mobilität eingeschränkt und könnten beispielsweise den Einkauf nicht mehr gut alleine schaffen.

Heinz Sager fragte die Bundestagsabgeordnete nach Fördermöglichkeiten, um die von Hugo Kirchhelle genannten Personen im Ortsteil halten und zugleich Wohnraum für jüngere Menschen schaffen zu können. Zudem wünsche sich Leschede ein Dorfgemeinschaftshaus, wie es in anderen Ortsteilen vorhanden sei.

Eva Högl verwies in ihrer Antwort darauf, dass es der SPD gelungen sei, im Bundeshaushalt für 2017 das Programm „Soziale Stadt“ deutlich auf 450 Millionen Euro aufzuwerten. Mit diesem Programm, das auch für den ländlichen Raum interessant sei, sollen eine Reihe von Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes gefördert werden. So könnten Maßnahmen der ärztlichen Versorgung, der Mobilität, der Kultur oder der Bildung unterstützt werden. Es sei sinnvoll, sich auch um die Beteiligung der Wirtschaft an solchen Maßnahmen zu bemühen.

Eva Högl machte auf eine Frage des Stellvertretenden Vorsitzenden der SPD- Fraktion im Gemeinderat, Rudi Bruns deutlich, dass durch die Unterstützung für die Integration von Flüchtlingen die Belange von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nicht vernachlässigt werden dürften. Wenn jetzt endlich auch die Unionsparteien das Thema der Altersarmut erkenne sei dies zu begrüßen.

Hugo Kirchhelle zufolge will die SPD alle Fördermöglichkeiten für die Verbesserung des Wohnumfeldes erkunden. Dazu sagte Eva Högl ihre Unterstützung zu, sie nehme sich für Anfragen stets Zeit, besonders, wenn sie aus ihrer Heimat Niedersachsen kämen.

2019  spd-emsbueren.de   globbers joomla templates