SPD Emsbüren

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SPD- Ortsverein Emsbüren für Sonntagsschutz

Keine Privatfinanzierung des 5. Kindergartens

MV2017

Emsbüren. (PM) Ein Gespräch über die Zusammenarbeit zwischen der Grundschule Leschede und dem benachbarten St.- Elisabeth- Kindergarten, Wahlen von Delegierten zum Kreisparteitag und ein Antrag zu Sonntagsschutz standen auf der Tagesordnung einer Mitgliederversammlung des SPD- Ortsvereins Emsbüren. Landtagskandidat Christian Otten stellte seine landespolitischen Überzeugungen vor.

Katharina Göken, Leiterin des  St.- Elisabeth- Kindergartens und Jens Boermann, Leiter der Waldschule Leschede, berichteten über die Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule. Übereinstimmend betonten Göken und Boermann die Vorteile der räumlichen Nähe. Gemeinsame Dienstbesprechungen, kurze Wege bei Nachfragen von Lehrkräften an Erzieherinnen, gemischte Gruppen von Schul- und Kindergartenkindern oder die gemeinsame Nutzung von Einrichtungen wie der Turnhalle oder des Schulhofes wurden als pädagogisch wertvoll für die Kinder herausgestellt.

Göken betonte die gute Zusammenarbeit mit allen Kindergärten in der Gemeinde, unabhängig von der Trägerschaft. Auch Boermann stellte heraus, dass die Zusammenarbeit mit allen Kindergärten, aus denen Kinder zur  Waldschule kämen, hervorragend sei.

In der Diskussion wurde von SPD- Mitgliedern begrüßt, dass der in Planung befindliche fünfte Kindergarten ebenfalls in räumlicher Nähe von Schulen gebaut werden soll. Dies sei, so Ortsvereinsvorsitzender Hugo Kirchhelle, angesichts der Erfahrungen an der Waldschule und dem benachbarten Kindergarten eine gute Lösung.

Friedhelm Wolski-Prenger, Vorsitzender der SPD- Fraktion im Gemeinderat berichtete, dass sich die Fraktion gegen eine Finanzierung des neuen Kindergartens durch einen Privatinvestor wende. Es dürften keine weiteren Schattenhaushalte geschaffen werden, es müsse der Grundsatz der Haushaltsklarheit und der Haushaltswahrheit gelten.

Zu Delegierten zum Kreisparteitag wurden Georg Dirks, André Gansfort, Hugo Kirchhelle, Désirée Klump, Hubert Michel und Friedhelm Wolski-Prenger gewählt. Ersatzdelegierte wurden Manfred Klump und Doris Klump.

Einstimmig schlug die Versammlung die Stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Anne Gansfort  zur Wiederwahl als Schriftführerin im Kreisvorstand vor. Zur Beisitzerin im Kreisvorstand wurde einstimmig Désirée Klump vorgeschlagen.

Landtagskandidat Christian Otten forderte gebührenfreie Kindertagesstätten in Niedersachsen. „Kindergartengebühren abzuschaffen ist eine spürbare Entlastung von Familien!“ Weiter sei ihm die Sicherung von gut bezahlten  Arbeitsplätzen, unter anderem durch die Förderung von kleineren und mittleren Unternehmen wichtig.

In einem Antrag an den SPD- Kreisparteitag am 12. August in Börger fordert der SPD- Ortsverein Emsbüren, die Zahl  verkaufsoffener Sonn- und Feiertage zu begrenzen. Das beschloss die Mitgliederversammlung einstimmig bei zwei Enthaltungen.  Die SPD- Landtagsfraktion solle aufgefordert werden, sich für einen strikte Sonn- und Feiertagsschutz  einzusetzen. Keinesfalls dürften mehr als vier Sonn- oder Feiertage im Jahr als verkaufsoffen genehmigt werden. Kommunen dürften verkaufsoffene Sonn- und Feiertage nur genehmigen, wenn traditionelle Anlässe vorlägen. Ausgeschlossen werden müssten neben kirchlichen Feiertagen vor allem der 1. Mai und der Nationalfeiertag am 3. Oktober.

Zur Begründung hieß es, der Sonntag sei kein Tag wie jeder andere. Seine Bedeutung drücke sich in seiner Beständigkeit für die individuelle Lebensgestaltung der Menschen aus.  Der Sonntag sei eine soziale Errungenschaft und als Tag der Ruhe, der Gemeinschaft, der Freiheit, der Befreiung von Sachzwängen, Fremdbestimmung und Zeitdruck unverzichtbar.

Wörtlich meint die SPD Emsbüren weiter: "Immer stärker verbreitet sich jedoch inzwischen die Neigung, die wirtschaftlichen Interessen und die ökonomische Betrachtungsweise absolut zu setzen und ihnen alle Dimensionen des menschlichen und gesellschaftlichen Lebens unterzuordnen. Lobbyisten, willfährige Politiker und vielfach die anzeigen-abhängige Presse propagieren das Einkaufen rund um die Uhr und ganzjährig." Dadurch gerieten die Sonn- und Feiertage als Perioden der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung stark unter Druck. Seit Jahren vollziehe sich eine schleichende Aushöhlung des Sonn- und Feiertagsschutzes.

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