SPD Emsbüren

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Zum Tode von Fritz Herrmann

Der SPD in Emsbüren eine Stimme verschafft

 

Mit großer Trauer nimmt Emsbüren Abschied von Fritz Herrmann, der am 7. Februar 2015 im Alter von 81 Jahren verstorben ist. Sein Name ist aufs Engste mit der Gründung des Ortsvereins der SPD in Emsbüren und der Gemeindepolitik verbunden, der er über 40 Jahre lang treu gedient hat.

Als 12-jähriger Flüchtling kommt Friedrich Herrmann 1946 aus Schlesien nach Emsbüren-Helschen. Sein Ziel, das Gymnasium in Rheine zu besuchen, scheitert am fehlenden Geld für Lederschuhe: da es nur für Holzschuhe reicht, muss Fritz auf die Volksschule gehen.

Das jedoch entmutigt ihn nicht, er geht anschließend in die Tischlerlehre und wechselt dann zur Bundesbahn nach Rheine. Dass aber die Zukunft junger Menschen vor allem von der Finanzsituation der Familie bestimmt wird, nimmt er seither nicht mehr hin, ebensowenig die Benachteiligung von Menschen, die wie er ihre Heimat verlassen müssen.

Fritz findet in Helschen seine Frau Anneliese, sie bekommen vier Kinder. Das Haus des Ehepaares Herrmann in der Birkenstrasse entwickelt sich später zu einem Ort, an dem man sich zu offenen Gesprächen über persönliche Probleme, kommunale Angelegenheiten und “große Politik” zusammenfindet.

Fritz beginnt, Verantwortung zu übernehmen: er ist Mitglied der Gewerkschaft GdED, bei der Bundesbahn engagiert er sich im Betriebsrat, bei der AWO im Kreisvorstand, in der katholischen Kirche im Diakonieausschuss. Immer ist ihm die Integration von Flüchtlingen und Asylbewerbern ein besonderes Anliegen. Folgerichtig auch seine Entwicklung im politischen Bereich: im Oktober 1972 wird er, damals noch im Ortsverein Salzbergen, Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands.

Im Sommer 1974 gründet Fritz Herrmann mit vier GenossInnen den Ortsverein der SPD Emsbüren. Bei den nächsten Kommunalwahlen schon wird er in den Gemeinderat gewählt, dem er von nun an 40 Jahre lang ununterbrochen angehören wird. In dieser Zeit erwirbt er sich durch Fleiß und beharrliches Arbeiten nicht nur die Achtung aller Ratsmitglieder, er gewinnt auch bei den Emsbürener Bürgern ein hohes Ansehen. Legendär ist sein gutes Gedächtnis, mit dem er quasi aus dem Stand Ratsprotokolle lange zurück liegender Ratssitzungen zitieren kann.

Fritz’ Sache ist es nicht, auf Konfrontation zum politischen Gegner zu gehen, lieber sucht er den gemeinsamen Weg, um seine Ziele Stück für Stück zu verwirklichen. So erreicht er viel für die Gemeinde Emsbüren. Aber Fritz verbirgt deswegen nicht seine eigene Meinung: in der Diskussion kann er schon einmal klare Worte finden!

Für seinen unermüdlichen Einsatz wird Fritz 2009 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Einstimmig befürwortet der Gemeinderat Emsbüren diese Auszeichnung für sein politisches Wirken. Landrat Hermann Bröring, der die Überreichung in Vertretung des Bundespräsidenten übernimmt, fasst Fritz’ Leben so zusammen: “Politisches Engagement, gepaart mit sozialer Verantwortung.“

Fritz Herrmann war ein Mensch, der unvergessen bleiben wird. Seine Persönlichkeit, sein Einsatz und seine Beharrlichkeit waren beispielhaft und sind für jeden Sozialdemokraten ein Vorbild!

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