Das Konzept der AG 60 plus im OV der SPD in Emsbüren

 1. Die Themen

„Die Älteren, die in der Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus mitarbeiten, spiegeln die älter werdende Bevölkerung in der Bundesrepublik wider. Es sind Berufstätige, VorruheständlerInnen, RentnerInnen, PensionärInnen, Familienfrauen und – männer. Sie alle haben unterschiedliche Lebenserfahrungen und auch unterschiedliche Auffassungen, die sie in die AG SPD 60 plus einbringen.

Die Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus ist damit der Ort, an dem Zielvorstellungen für eine älter werdende Bevölkerung, Positionen, und Programme der SPD vorgedacht und vorformuliert werden. Das bedeutet, dass das Programm der AG 60 plus nicht immer und in allen Teilen identisch ist mit dem, was die SPD will. Anders ausgedrückt: Die Arbeitsgemeinschaft SPD 60 plus ist in ihren Positionen der SPD auch oft ein Stück voraus. Manches davon findet vielleicht Eingang in Programme und in die tägliche Arbeit in der Partei.

2 .Die Gespräche

Unsere Lebenserfahrungen und Auffassungen teilen wir in Gesprächen mit. Damit diese Gespräche zu brauchbaren Ergebnissen führen, müssen sie geordnet ablaufen.

  • Die Diskussion ist eine Möglichkeit des Meinungsaustausches. Unter einem Diskussionsleiter werden unterschiedliche Ansichten
  • Auch gegensätzliche Auffassungen werden immer sachlich und unaggressiv
  • Persönliche Angriffe unterbleiben, weil sie meist unsachlich sind und nicht zum Ergebnis beitragen.
  • Gespräche erbringen nur Ergebnisse, wenn konsequent zugehört und nicht unterbrochen

3. Bisherige Einzelthemen

   3.1 Rollenspiel. Zwei Politiker sprechen zu den GenossInnen, der eine laut, der andere in normaler Lautstärke. Beide sprechen denselben Text. Wer bekommt den meisten Beifall für seine „Rede“ ? Ergebnis: Den meisten Beifall bekommt der laute Sprecher, obwohl er nichts anderes gesagt hat !

   3.2 Das Wahlalter senken ? Warum und auf welches Alter ?

   3.3 Was ist „gerecht“ und „was ist gerechter Lohn“?

   3.4  Kinderarmut, wann ist ein Kind arm ?

Die Zukunft der Jugend mitgestalten

 

Das gehört zu den Aufgaben der AG 60 plus in der SPD.

Bevor wir diese Aufgabe in Angriff nehmen, sind mindestens diese Fragen zu klären:

  • Wann fängt Zukunft an, in 5 Jahren, in 10 Jahren oder sofort ?
  • Hat die Jugend Einfluss auf die eigene Zukunft, und kann sie vorbereitet werden ?
  • Oder sollte man abwarten, was die Zukunft „bringt“ ?
  • Bezieht sich „Zukunft“ nur auf den privaten Bereich ?

Für die Beantwortung dieser Fragen standen uns am 09.07.2015 drei Schülerinnen der Liudger - Realschule Emsbüren zur Verfügung.

So äußerten sich die Schülerinnen.

Schülerin 1 strebt an:

den erweiterten Realschulabschluss, Ausbildung zur Hotelfachfrau, Gründung einer Familie mit Kindern und Leben in einer größeren Stadt.

Schülerin 2 möchte nach dem erweiterten Realschulabschluss und dem Fachabitur im dualen Studium Logopädie studieren. Sie möchte in einer größeren Stadt leben, eine Familie gründen und eine Praxis für Logopädie haben.

Schülerin 3 strebt den erweiterten RS-Abschluss und das Abitur an. Danach möchte sie Krankenschwester werden, sich ständig weiterbilden und vielleicht Medizin studieren.

Wir erkennen bei allen Schülerinnen:

  • Sie bereiten zielgerichtet ihre berufliche und private Zukunft vor.
  • Das geschieht durch ständiges Lernen. Man verlässt sich nicht auf das, was zufällig geschieht.

Zu dieser Einstellung wird die Realschule maßgeblich beigetragen haben.

Im abschließenden Gespräch (nur 60plus) wurde die fortschrittliche Einstellung der drei Schülerinnen positiv bewertet. Im Vergleich bedauerten einige Genossinnen, dass sie früher nicht die heutigen Möglichkeiten hatten:

Es fehlte der großen Familie das Schulgeld für die Mittelschule oder für das Gymnasium.

Hinzu kam die verbreitete Meinung, dass Mädchen weder eine höhere Schulbildung noch eine Berufsausbildung haben müssten – „die heiraten ja doch“.

Was bleibt für uns (60plus) zu tun ?

Wir werden uns weiterhin über das Schulgeschehen in unserer Gemeinde informieren.

Nachträgliche Betrachtungen zum 40. Jahrestag der Gründung des OV der SPD Emsbüren

Die folgenden Betrachtungen stammen aus der AG 60plus unseres Ortsvereins.

Nur wir können das, was die Jüngeren nicht können: Wir überblicken locker einen Zeitraum von 4o Jahren. Wer den Überblick hat, sieht aber längst nicht alles objektiv – unsere Wahrnehmung sucht aus und wertet.

Deshalb werden wir vielleicht sagen, dass sich gar nicht so viel in den letzten 40 Jahren getan hat. Aber kaum ist das ausgesprochen, fällt uns ein, dass es im Jahre 1989... . Und das ist erst 25 Jahre her.

Damit wir verstehen, was sich innerhalb von 40 Jahren alles ereignen kann, lohnt sich ein Versuch. Man nimmt sich einen Zeitraum von 40 Jahren vor, und beginnt dann, ihn zu füllen.

Hier kommt ein Versuch.

Von 1910 bis 1950 sind 40 Jahre vergangen.

  • Wir hatten das Kaiserreich und
  • von 1914 – 1918 einen Weltkrieg.
  • Danach entwickelte sich die Wirtschaftkrise bis hin zur Weltwirtschaftskrise.
  • Es folgten die Ideologien des Nationalsozialismus, an die Millionen glaubten. Millionen Menschen wurden vernichtet.
  • Die Kernkraft wurde weiterentwickelt und zur Vernichtung von Menschenleben eingesetzt.
  • Von 1939 bis 1945 dauerte der zweite Weltkrieg.
  • Dann entstanden zwei deutsche Staaten und westliche und östliche Bündnisse.
  • Ab 1950 entwickelte sich ein Aufschwung, der als Wirtschaftswunder bezeichnet wurde.

Zum Schluss.
Dieser Text ist nicht mehr als ein Denkanstoß. Jeder Leser wird das schon während des Lesens erfahren haben. Beim Thema Kernkraft oder bei der Vernichtung deutscher Menschen durch Deutsche werden Leserinnen und Leser entsprechende Bilder vor Augen gehabt haben.

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